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Operation

Operation (unsere Technik)


Eine Ohrenkorrektur ist problemlos in örtlicher Betäubung möglich und dauert ca. 90 Minuten. Zunächst wird hinter dem Ohr ein ca. vier Zentimeter langer bogenförmiger Schnitt gemacht. Der Ohrknorpel wird anschließend so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich freigelegt und mit einem speziell dafür entwickelten Instrument sehr vorsichtig eingeritzt oder entfernt. Durch diese Technik nimmt das Ohr fast von selbst die gewünschte Form an. Diese Position wird mit Nylonfäden stabilisiert, die unter der Haut liegen. In den darauf folgenden Wochen verheilt das Ohr in der neu modellierten Form fast spannungsfrei. Rezidive (das heißt, das Ohr kehrt in die alte Position zurück) treten nur sehr selten auf. Nach der OP ist in den ersten Tagen das Tragen eines kleinen Kopfverbandes – wir benutzen oft ein Stirnband – notwendig. Im Anschluss muss ein Stirnband für weitere drei Wochen ausschließlich nachts getragen werden.

Nach einer Woche sind die Ohren meist abgeschwollen und kleinere Blutergüsse verblasst. Geringfügige Wundschmerzen nach der Operation können mit einem leichten Schmerzmittel erfolgreich behandelt werden. Komplikationen nach einer Ohrenanlegeplastik sind selten. Eine Symmetrie beider Ohren wird natürlich angestrebt, ist aber (wie auch in der Natur) nicht immer zu 100 Prozent möglich.  

Fadenmethode (nach Merck)

Häufig werden wir nach der so genannten Fadenmethode gefragt, deshalb wollen wir diese Technik kurz erläutern.

Das Ohr wird, genau wie bei unserem Operationsverfahren, mit einem durchsichtigen Nylonfaden in die neue Form gebracht. Dies geschieht allerdings ohne Schwächung oder Entfernung von Knorpel. Der Faden wird unter der Haut mit einer speziellen Nahttechnik

eingezogen und verknotet, wodurch auf einen Hautschnitt verzichtet werden kann.

Vergleich beider Methoden

Vorteile (gegenüber den herkömmlichen Operationsverfahren): Nach einer kurzen Operationszeit muss der Patient lediglich ein Stirnband, keinen Verband tragen. Verfärbungen und Schwellungen bilden sich schnell zurück, das Ziehen von Fäden entfällt und die Nachbehandlungszeit ist damit verkürzt. Die Fadenmethode ist aber nicht weniger Schmerzhaft.

Nachteile (gegenüber den herkömmlichen Operationsverfahren): Der Knorpel wird nicht geschwächt und dadurch bleibt seine natürliche Spannkraft erhalten. Da die Fäden der Spannung teilweise nicht standhalten, sind häufige Rezidive (siehe oben) die Folge.

Patienten bemängeln häufig bleibende Schmerzen bei Druck auf die Ohren, z.B. bei Berührung, beim Schlafen oder beim Tragen einer Mütze. Chronische Entzündungen an den Fäden, so genannte Fadengranulome, können auftreten. Korrekturmöglichkeiten sind nicht möglich, wie zum Beispiel die Verkleinerung einer tiefen Ohrmuschel oder das Anlegen eines fleischigen Ohrläppchens.

Aus unserer langjährigen Erfahrung wenden wir daher die Fadenmethode nur an, wenn die natürliche Knorpelspannung sehr gering und daher eine Schwächung des Knorpels nicht erforderlich ist, wie es häufiger bei Kindern der Fall ist.