Botulinumtoxinbehandlung (Botox®, Dysport®)
Bekannt wurde Botulinumtoxin als Antifaltenmittel. Es wird aber schon seit vielen Jahren auch in anderen Bereichen der Medizin erfolgreich eingesetzt. Zur Behandlung der Hyperhidrosis wird das Medikament in geringen Dosen direkt unter die Haut des betroffenen Areals – zum Beispiel den Achseln – mittels mehrerer Einstiche gespritzt und so gleichmäßig verteilt. Der Wirkmechanismus besteht in der Hemmung des Botenstoffes Acetylcholin, der die Signale der Nerven zu den Schweißdrüsen überträgt. Der Effekt tritt verzögert nach ein paar Tagen ein mit einer Erfolgsquote von über 90 Prozent. Nebenwirkungen sind extrem selten. Risiken oder Langzeitfolgen sind bei diesem ambulanten Eingriff nicht bekannt.
Die Behandlung der Achseln ist fast schmerzlos und eine lokale Betäubung ist deshalb nicht erforderlich. Im Bereich der Achselbehaarung wird die Dosis über ungefähr 15 feine Einstiche verteilt. Anschließend sind Sie sofort wieder gesellschafts - und arbeitsfähig. Die Wirkung hält in der Regel sechs bis neun Monate an und bietet sich so ideal für die Sommermonate an.
Die Behandlung am Kopf ist vergleichbar. Jedoch muss ein unerwünschter Einfluss auf die Gesichtsmuskulatur berücksichtigt und natürlich vermieden werden.
Hände und Füße müssen vor einer Botulinumtoxinbehandlung lokal betäubt werden, da die Einstiche an den Hand - und Fußflächen sehr schmerzhaft sind. Alternativ ist auch eine Kurznarkose möglich. Leider lässt die Wirkung erfahrungsgemäß früher als bei den Achseln nach, so dass diese Therapie nur bei hohem Leidensdruck empfehlenswert ist.
