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Schwitzen im Sommer: Wenn Achselnässe zum täglichen Problem wird

Sommer, warme Temperaturen, Sport oder ein aufregender Moment: Schwitzen gehört zu unserem Alltag. Doch was, wenn die Achseln bereits bei geringer körperlicher Belastung oder scheinbar ohne erkennbaren Grund stark schwitzen? Für Betroffene kann übermäßige Schweißproduktion zu einer echten Belastung werden – im Alltag, im Berufsleben und im sozialen Umfeld.

Eine Möglichkeit zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen unter den Achseln ist das miraDry®-Verfahren. Die Methode kommt ohne operativen Eingriff aus und arbeitet mit Mikrowellenenergie. Doch wie funktioniert die Behandlung eigentlich und für wen kann sie interessant sein?

Wenn Schwitzen mehr als eine normale Körperreaktion ist

Schwitzen erfüllt eine wichtige Funktion: Der Körper reguliert damit seine Temperatur. Besonders bei hohen Temperaturen, beim Sport oder in aufregenden Situationen ist Schweiß daher vollkommen normal.

Bei einer Hyperhidrose ist die Schweißproduktion dagegen deutlich erhöht. Betroffene schwitzen beispielsweise sehr stark unter den Achseln, teilweise unabhängig von der jeweiligen Situation. Sichtbare Schweißflecken auf der Kleidung oder unangenehmer Schweißgeruch können dabei zusätzlichen Leidensdruck verursachen.

Gerade im Sommer wird das Problem für viele Menschen noch sichtbarer. Helle Kleidung, enge Oberteile oder der Wunsch, sich spontan im Freien zu bewegen, können zur täglichen Herausforderung werden.

Was ist miraDry®?

miraDry® ist ein Verfahren zur Behandlung von übermäßiger Schweißproduktion im Bereich der Achseln. Dabei werden die Schweißdrüsen mithilfe von Mikrowellenenergie gezielt behandelt.

Die Behandlung erfolgt über die Hautoberfläche und benötigt keinen klassischen operativen Eingriff. Vor der Behandlung wird der zu behandelnde Bereich markiert und lokal betäubt. Anschließend wird das miraDry®-Handstück auf die Haut aufgesetzt. Die Haut wird dabei angesaugt und gleichzeitig gekühlt, während die Energie gezielt in den darunterliegenden Gewebebereich abgegeben wird.

Das Ziel: Die für die Schweißproduktion verantwortlichen Drüsen im behandelten Bereich werden dauerhaft reduziert.

Wie läuft eine miraDry®-Behandlung ab?

Vor jeder Behandlung steht zunächst ein persönliches ärztliches Beratungsgespräch. Dabei werden die Beschwerden besprochen, die Behandlung erklärt und mögliche Alternativen erläutert.

Für die Behandlung selbst sollten die Achseln etwa drei Tage vorher rasiert werden. Am Behandlungstag sollte auf Creme und Deodorant im Achselbereich verzichtet werden.

Die eigentliche Behandlung dauert in der Klinik am Opernplatz ungefähr 20 bis 25 Minuten pro Achsel, zuzüglich der Vorbereitungszeit. Vor Beginn erfolgt eine lokale Betäubung. Die Behandlung findet ambulant statt, sodass Sie anschließend wieder nach Hause gehen können.

Was passiert nach der Behandlung?

Nach einer miraDry®-Behandlung können Schwellungen, ein Taubheitsgefühl oder vorübergehende Hautveränderungen im behandelten Bereich auftreten. Diese Reaktionen sind Teil des Heilungsverlaufs und gehen in der Regel wieder zurück. Die Klinik empfiehlt, die behandelten Bereiche in den ersten Tagen vorsichtig und regelmäßig zu kühlen.

Da die Behandlung die Schweißdrüsen im behandelten Bereich gezielt reduziert, kann die Schweißproduktion unter den Achseln deutlich zurückgehen. Nach Angaben der Klinik wird zudem häufig eine Verringerung des Schweißgeruchs und der Achselbehaarung beobachtet.

Wie bei jeder medizinischen Behandlung gilt: Der individuelle Heilungsverlauf kann unterschiedlich sein. Deshalb sind die persönlichen Empfehlungen des behandelnden Teams entscheidend.

Ist miraDry® für jeden geeignet?

miraDry® ist speziell für die Behandlung von axillärer Hyperhidrose, also übermäßigem Schwitzen im Bereich der Achseln, vorgesehen. Für andere Körperregionen gelten andere Behandlungsmöglichkeiten und Voraussetzungen.

Ob das Verfahren im individuellen Fall infrage kommt, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Im persönlichen Beratungsgespräch können Beschwerden, Erwartungen und mögliche Behandlungsoptionen gemeinsam besprochen werden.

Was unterscheidet miraDry® von anderen Möglichkeiten?

Bei übermäßigem Schwitzen stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem bestimmte Medikamente, Behandlungen mit Botulinumtoxin oder operative Verfahren. Welche Methode sinnvoll sein kann, hängt unter anderem von der betroffenen Körperregion und der individuellen Situation ab.

Ein Vorteil von miraDry® ist, dass die Behandlung ohne klassischen operativen Eingriff erfolgt und ambulant durchgeführt werden kann. Gleichzeitig ist es wichtig, sich vor einer Behandlung umfassend über die jeweiligen Möglichkeiten, Grenzen und Risiken zu informieren.

Weniger Gedanken an Schweiß – mehr Freiheit im Alltag?

Für Menschen, die dauerhaft unter starker Achselnässe leiden, kann die Schweißproblematik weit mehr sein als ein kosmetisches Thema. Sie kann beeinflussen, welche Kleidung getragen wird, wie sicher man sich in sozialen Situationen fühlt oder ob man bestimmte Aktivitäten vermeidet.

Genau deshalb sollte übermäßiges Schwitzen ernst genommen werden.

Wenn Sie sich durch starke Achselnässe im Alltag beeinträchtigt fühlen, kann ein persönliches Beratungsgespräch der erste Schritt sein. Gemeinsam lässt sich klären, welche Behandlungsmöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall infrage kommen.